Gen-Burger bei McDonald's

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Aktivisten von Greenpeace Kiel haben mit einer Foto-Mitmachaktion in der Holtenauer Straße in Kiel gegen Gentechnik bei McDonald’s Deutschland protestiert. Viele Kunden und Interessierte haben die Möglichkeit genutzt Gesicht zu zeigen: Mit Protestschildern auf denen die Motive des Designwettbewerbs #McGen abgebildet sind, haben sie sich fotografieren lassen und ihren Protest online geteilt. Protestpostkarten gingen direkt an die Fast-Food-Restaurant-Filiale an der Holstenbrücke. Die Aktion war Teil einer bundesweiten Protestaktion in 43 Städten. „Die Aktivisten wollen den Verbrauchern deutlich machen, was McDonald’s den Kunden verschweigt. Verbraucher können nicht erkennen, dass Gentechnik zum Einsatz kam. Vorherige Aktionen zeigen: Oft wissen nicht einmal die Mitarbeiter oder Filialleiter, wie die Nuggets und Burger produziert werden. Dabei wirbt McDonald’s aktuell sogar mit Transparenz,“ sagt Birte Niebuhr von Greenpeace Kiel.

Die Nutzung von Gen-Soja in der Produktion von billigem Fleisch hat Folgen: Der mit dem Anbau verbundene hohe Einsatz von Pestiziden führt zu resistenten Unkräutern und bedroht die Artenvielfalt. Anwohner in den Anbaugebieten sind den ausgebrachten Giften häufig schutzlos ausgesetzt.

Schreiben auch Sie an den Vorstandsvorsitzenden von McDonald's Deutschland und fordern Sie von ihm, auf den Einsatz von Gen-Futter zu verzichten! Hier können Sie teilnehmen.

 

Industrielle Landwirtschaft belastet Umwelt und Natur

Im April 2014 kündigte McDonald‘s an, wieder Gen-Soja im Hähnchenfutter einzusetzen – nach 14 Jahren, in denen der Fast-Food-Konzern europaweit darauf verzichtet hatte. McDonald‘s nannte wirtschaftliche Gründe für den Rückschritt. Dabei würde ein gentechnikfrei produzierter Chickenburger nur einen Cent mehr kosten. Während McDonald’s in Österreich, Frankreich und der Schweiz weiterhin auf Gen-Futter bei ihren Hähnchenprodukten verzichtet, ignoriert das Unternehmen hierzulande die Verbraucherwünsche. 79 Prozent der Verbraucher ist es wichtig, dass Legehennen und Mastgeflügel nicht mit Futter gefüttert werden, das gentechnisch veränderte Pflanzen enthält. Dies zeigte im April 2014 eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage.

„McDonald’s Deutschland könnte ohne große Probleme auf Gentechnik verzichten. Das wäre ein erster Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Produktion“, sagt Birte Niebuhr. „McDonald‘s setzt auf Billigfleisch. Damit ist die Fast-Food-Kette verantwortlich für den massiven Einsatz von Gen-Futter und Antibiotika in der Tierhaltung sowie für miserable Tierhaltungsbedingungen.“ Greenpeace setzt sich für eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft sowie eine artgerechte Tierhaltung ein.

 

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Fotogalerie auf der Facebookseite von Greenpeace Kiel

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