Shell stoppen

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Die Greenpeace Gruppe Kiel stand heute mit Bannern vor drei Kieler Shell Tankstellen. Shell hat die Genehmigung erhalten, die Ölsuche in der Arktis fortzusetzen. Nachdem Greenpeace Aktivisten das Auslaufen der Flotte mit Kayaks verzögert hat, ist die Flotte gestern aus dem Hafen Seattles ausgelaufen. Das Gebiet, in dem Shell bereits zum zweiten Mal nach Öl bohren will, ist eine der letzten unberührten Regionen der Erde. Nachdem es im Jahr 2012 bei Shells Arktisprojekt zu mehreren schweren Pannen und Unfällen vor der Küste Alaskas gekommen war, musste der Konzern in den vergangenen beiden Jahren seine Probebohrungen aussetzen. Das Bohrschiff “Noble Discoverer”, welches Shell bereits 2012 vor Alaska eingesetzt hat, ist auch dieses Mal wieder mit dabei. Das Schiff fällt wieder durch technische Unzulänglichkeiten und Probleme auf und hat erneut eine Kontrolle der US-Küstenwache nicht bestanden. Bei der Inspektion Mitte April hielt die Küstenwache das Schiff für einen Tag auf, bis Techniker ein defektes Gerät ausgetauscht hatten.

Auch im Jahr 2012 waren gravierende Mängel an den Sicherheits- und Schadstoffsystemen der „Noble Discoverer“ festgestellt worden. Damals setzte die US-Küstenwache das Schiff für knapp vier Wochen fest. Sollte Shell in der Tschuktschensee Öl finden und mit der Förderung beginnen, schätzt die US-Regierung die Wahrscheinlichkeit für einen oder mehrere schwere Unfälle während des Förderzeitraums von 51 Jahren auf 75 Prozent. Noch immer sind an der Küste Alaskas die Ölreste des letzten schweren Unfalls von vor 26 Jahren nachweisbar. Die Folgen der Havarie der Exxon Valdez zeigen, dass die Arktis zu den ökologisch sensibelsten Regionen auf unserem Planten gehört.

Aus diesem Grund hat Greenpeace folgende Forderungen:

  • Keine Ölförderung in arktischen Gewässern

  • Errichtung eines umfassenden Schutzgebiets rund um den Nordpol

  • Keine industrielle Fischerei in den bislang eisbedeckten Gewässern der Arktis

Weitere Informationen und Mitmachaktionen finden Sie auf der Greenpeace Deutschland Seite.